Markus Bußler
Nach einer schwachen vergangenen Woche, in der der DAX über drei Prozent eingebüßt hat, dürfte der deutsche Leitindex freundlich in die neue Woche starten. Positiv dürfte sich der Handelsverlauf an der Wall Street am Freitagabend auswirken. Dort hatte der Dow Jones die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten verteidigen können. Zum Auftakt wird der DAX 0,42 Prozent fester bei 5.457 Punkten taxiert.
Leicht erholt von den starken Verlusten präsentiert sich der Ölpreis. Ein Barrel der Referenzsorte WTI kostete am Montagmorgen 71,37 Dollar, also 18 Cent mehr als am Freitag. Allerdings fällt die Erholung nach den Verlusten von mehr als sechs Dollar in der vergangenen Woche eher bescheiden aus. Der starke Dollar und die teils schwachen Konjunkturdaten aus den USA belasteten die Notierung.
SAP hat neuen Vorstand
In das Interesse der Anleger werden heute die Aktien der Softwareschmiede SAP rücken. Europas größter Softwarehersteller baut erneut die Vorstandsspitze um. Statt des Vorstandssprechers Léo Apotheker, der am Sonntagabend überraschend zurücktrat, wird nun wieder eine Doppelspitze installiert. Das teilte SAP in einer Pflichtmitteilung mit. Die Vorstände für Vertrieb und Produktentwicklung, Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe, werden künftig gleichberechtigte Vorstandschefs.
Allianz will in Indien wachsen
Der Versicherungskonzern Allianz will sein Asiengeschäft weiter ausbauen und das langsamere Wachstum der Märkte in Europa und den USA wettmachen. Im Fokus stehe dabei Indien, sagte Vorstandsmitglied Werner Zedelius dem Handelsblatt. Dort strebt der Konzern ein Prämienvolumen von drei Milliarden Euro an. Bis wann dieses Ziel erreicht werden solle, sagte der Manager nicht. Mit Prämieneinnahmen von zuletzt 2,2 Milliarden Euro ist Indien der wichtigste asiatische Markt.
E.on will Windparks bauen
Der Energiekonzern E.on will die Zusammenarbeit mit seinem Partner Masdar aus Abu Dhabi bei erneuerbaren Energien ausbauen. "Unsere Kooperation mit Masdar entwickelt sich so positiv, dass wir kontinuierlich konkrete neue Projekte prüfen", sagte Frank Mastiaux, Chef von E.on Climate&Renewables, dem Handelsblatt. "Wir schauen uns gemeinsam Wind- und Solarprojekte vor allem in den USA und Europa an."
MAN erwartet keine schnelle Wende
MAN erwartet im Nutzfahrzeuggeschäft 2010 noch keine durchgreifende Erholung. "Wir werden 2010 noch das niedrige Niveau von 2009 bekommen. Aber in den letzten Monaten war der Auftragseingang schon besser als ein Jahr zuvor. Ich gehe von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte aus," sagte Georg Pachta-Reyhofen, Sprecher des Vorstands der MAN SE, der Süddeutschen Zeitung. "Wir werden das ganze Jahr 2010 Kurzarbeit fahren müssen."